Völlig desaströser Import aus Peru kam bei mir an (unter anderem 300-400 Otos), Temperatur weniger als 10 C, kein Sauerstoff, sicher mehr als 24 h, eher wahrscheinlich 48 h in der Tüte. Meist schon recht milchiges Wasser, ihr wißt was das heißt. Als ich diese Tüten sah, dachte ich da kriegen wir keinen Fisch lebend aus der Tüte (und wir reden hier von insgesamt über 1500 Fische).

Otos (wahrscheinlich O. vittatus) also langsam (1-2 h) an etwas wärmere Temperaturen in einer kleinen Schüssel gewöhnt. Um Wasserwerte zu messen hatten wir keine Zeit, denn da waren eine Menge Fische zu versorgen. Dann sofort in ein vorbereitetes Becken, mittlere Härte, nichts besonderes halt mein Brunnenwasser, und darin nur ein Strumpf mit Torf.

Die folgenden Tage hatten wir schon einige Verluste (so etwa bis zu 20 pro Tag), und den Anzeichen nach recht sicher bakterielle Probleme bei den Fischen. Als es nicht aufhören wollte mit dem Sterben hatte ich sogar schon Tetracyclin besorgt. Die ganze Zeit haben wir aber regelmäßig jeden Tag ordentlich Wasserwechsel gemacht. Und dann plötzlich kein einziger Ausfall mehr (ohne Antibiotika). Das war vor etwa 2 Wochen. Martin hat sie letzte Woche gesehen, ich habe sie gestern komplett verkauft.

Wenn Otos sehr stressempfindlich wären, wären sofort ganz masiv Fische ausgefallen, denn wenn diese Behandlung kein Stress war, dann weiß ich es nicht. Aber nein, es starben zwar welche, die aber sicherlich aufgrund bakterieller Probleme. Nachdem die durch ständiges Wasserwechseln stabilisiert worden waren, keinerlei Probleme mehr.

Und diese Fische hätten in meinen Becken sicher auch weiterhin sicher viel Streß gehabt, keine Einrichtung, kein Bodengrund, kein Holz, nichts zum Verstecken........

Soviel zum Thema Stress bei Otos. Und nochmals, ich habe kein weiches Wasser, keinen pH < 6,8 keine Temperatur über 25. als Futter wurden vornehmlich Kaninchenpellets, Frostfutter (Daphnien, Schwarze Mülas) und ab und zu ein paar JBL Tabs gefüttert und im Prinzip auch alles gefressen!

Liebe Grüße Jost